Auf der Theatertreppe.   REGISSEUR Wir müssen den Orchester- graben fluten. Das Stück spielt am Meer.  INTENDANT Welches Orchester? Was für ein Graben?  REGISSEUR Vor der Rampe steht das Klavier. Wir machen eine Plane rüber. Holen ein paar Eimer Wasser. Den Schlauch.  INTENDANT Im Keller nebenan ist das Stadtarchiv.  REGISSEUR Hardy dichtet ab.  INTENDANT Das ist nicht nur teuer. Kostet auch viel Geld.  REGISSEUR Hardy macht es mit ohne.  INTENDANT Hardy ist vorbestraft. Au- ßerdem verheiratet.  REGISSEUR Also ja.  INTENDANT Ich weiß von nichts. Wer spielt Nora?  REGISSEUR Kora.  INTENDANT Klingt wie Seife aus Po- len.  REGISSEUR Die Bewerberinnen müssen bis spätestens Ende Wo- che bei der Regie vorlie- gen.  INTENDANT Auf der Couch?  REGISSEUR Auf dem Schreibtisch.

Tonassistent                                                                                                  


Regisseur Urs Odermatt schont niemanden, am wenigsten seine Schauspieler.


Weil Kora sie mit bestem Licht, mit bestem Bild und mit bestem Ton entschädigen will, folgst Du den Schauspielern mit der Tonangel in all die wüsten Orte, in die sie der böse Film schickt und lieferst dem Tonmeister das beste Signal ans Mischpult, das dieser für den besten Ton braucht.


Selbstverständlich ist Deine Tonangel nie im Bild, aber immer so nah am Schauspielerwort, daß Kameramann Florian Banicki der Atem stockt.



Kora


Film, Theater, zeitgenössische Kunst. Nicht Entweder-oder. Sowohl-als-auch. Für die Leinwand. Rhythmus ohne Rücksicht. Tempo ohne Vorsicht. Bilder, die schmerzen. Dialoge, die ätzen. Regisseur und Autor Urs Odermatt macht einen neuen Film.


Nach dem „radikalsten und provokativsten Schweizer Film seit Jahren“ (Basler Zeitung), dem Independent-Erfolg Der böse Onkel, heißt sein neues Drehbuch Kora. Wer Der böse Onkel ganz nett fand, wird bei Kora erst einmal durchatmen.



Wir


Kora ist ein reines Lustprojekt für Leute, die sich eine Weile frohes Schaffen mit Ohne-Gage leisten können und wollen. Leute, die für einmal nicht Geld als Wertschätzung suchen, sondern das großartige, perfekte, selbstbestimmte und elitäre Werk, das auch mit viel Geld nicht machbar wäre. Wer Der böse Onkel gesehen hat, weiß, was wir meinen.


Und eine gute Zeit mit einem Haufen Gleichgesinnter. Was wir bieten, gibt’s weder beim Sender noch beim Subventionsfilm. Wir gehen kellnern, damit wir uns diese Unabhängigkeit leisten können. Wir gehen es an. Zögern können andere besser.


Wir drehen ab März 2016. Zu Beginn Deines Einsatzes erhältst Du einen Vertrag (Gewinnbeteiligung),

am Ende ein Zeugnis. Produktionszeiträume und weitere Infos auf unserer Website.



Produktionsdaten

Trailer Der böse Onkel

Über Urs Odermatt


Jasmin Morgan, Produzentin, freut sich auf Deine Bewerbung.

Drucken
jasmin.morgan@nordwestfilm.ch  +41 56 442 95 91